Mal wieder Fußball; OM-Bayern; morgen gehts weiter

Da, soweit ich informiert bin, es nirgendwo auf der Welt einen Fußballverein, den eine schwäbische Hausfrau ihr eigen nennt, gibt, leite ich aus den spärlichen Informationen, die über sie kursieren (das ist paradox, wissen wir doch über Schwaben sehr viel) ab, dass sie sich nicht so schnell von Dingen, derer sie überdrüssig geworden ist, trennen wird. Sie hat an ihnen einfach keinen Spaß mehr. Vermutlich besitzt sie aber überhaupt nichts Überflüssiges. Einen Klub besitzt sie jedenfalls nicht, dafür hat hat Margarita Louis-Dreyfus – ihr sowjetisch-russisch-französisches Pendant (das klingt richtig kosmopolitisch) – einen, nämlich Olympique Marseille, von dem sie sich, so hat sie gesagt, im Fall des Misserfolgs trennen würde. Falls sie ihn wirklich nur mag, wenn er gewinnt, kann ich ihr nach der heutigen Niederlage gegen die Bayern nur raten, ihn so schnell wie möglich zu verkaufen, denn um sich wieder über ihre Mannschaft freuen zu können, müsste sie in den Klub Summen stecken, die denen, die Abramowitschn in Chelsea investiert, nahe kommen. Dazu wird sie wohl keine Lust haben. Dabei fand ich Olympique gar nicht mal so schlecht. Mit ein wenig Glück hätten sie in der 7. Minute in Führung gehen können – den Ball, den Neuner Richtung Remy lenkte, nahm dieser Volley. Er traf das Außennetz. Marseille hatte dann noch zwei weitere Chancen. Als die Bayern dann ziemlich überraschend in Führung gingen (der Torwart kam zwei Schritte zu spät, wäre er im Kasten geblieben, hätte er auch keine Chance gehabt), hatte ich schon das Gefühl, dass Spiel sei gelaufen – in den 42 Minuten zuvor hatten die Bayern öfter den Ball, während Marseille sich auf Konter beschränkte. Nun mussten sie mehr Eigeninitiative und Kreativität zeigen. Das Gestalten und Diktieren des Spiels zählt aber nicht zu den großen Stärken der Spieler aus Marseille. Folglich passierte in der 2. Halbzeit nicht mehr viel. Boateng hätte Qlympique, als er den Ball an der Strafraumgrenze der Bayern vertändelte, noch einmal ins Spiel gebracht. Neuner rettete aber souverän. Das 2. Tor der Bayern war brillant herausgespielt – Roben, Müller, Roben und Tor. Noch ein paar Worte des Trosts für Marseille – Schalke sah im letzten Jahr zu Hause gegen Manu wesentlich schlechter aus (Halbfinale CL). Morgen werden sie aber ein gutes Spiel machen.

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