G7 = Die Geimpften 7, auch wenn

die Begrüßungszeremonie, die sich die G7-Vertreter auferlegt hatten, den Eindruck vermitteln sollte, hier würden sich Leute treffen, die es nicht einmal in die unterste Gruppe der Priorisierungsgruppe 3 geschafft haben, was natürlich gründlich misslang – die Coronagrüße fielen zu überschwänglich aus, um die Vorstellung zu nähren, die 7 können nicht systemrelevant sein. Da es im Augenblick nur wenig Anlass zur Freude gibt – selbst Bidens Blitzkriegskampagne ist allen allen Fronten zum Stehen gekommen (Stichwort Impfmüdigkeit und Infrastruktur-Patt in den Häusern) –, kann der Blog nicht umhin, als festzustellen, dass die Abwesenheit des Klassenrowdys, der das Treffen verpasst hat, weil er im letzten Jahr hängengeblieben ist, für die ausgelassene Stimmung gesorgt hat. Dass dem Blog wegen des Gedankens, dass wegen ihm der oder sogar die eine oder andere ein paar blaue Flecke auf dem Oberarm haben könnte, ein wenig die Nostalgie gepackt hat, bedauert er. Wer sich daran erinnern kann, wie sich Trump in Hamburg in die erste Reihe rempelte, der weiß, dass es mit ihm keine Albernheiten und Überschwänglichkeit gegeben hätte. Statt Machogehabe und Großmannssucht sind Kumpelhaftigkeit und Verständnis angesagt. Angesichts dieser Ausrichtung wundert da nicht, dass Draghi es in keine Bildergalerie und in keinen Fernsehbericht geschafft hat. Dessen Ernsthaftigkeit und Vornehmheit stehen im krassen Gegensatz zu Boris clownesken Gehabe. Die PR ist bisher für G7-Repräsentanten prächtig verlaufen. Ob die Ergebnisse auch so eindrucksvoll sind, wird sich zeigen. Deren Beurteilung wird strenger als sonst ausfallen, zumal wenn der Mann, der bisher alles blockiert hat, fehlt. Denn jetzt haben die G7-Leute für den Fall, dass ihre Beschlüsse von den Medien und der Öffentlichkeit als heiße Luft deklariert werden, keine Ausreden mehr. Sollte der Klub der Geimpften sich zum Beispiel weigern, die Ländern, die keine Impfstoffe haben, zu unterstützen, kann der Gipfel als Fehlschlag tituliert werden. Dabei geht es nicht nur um die Lieferung von Impfmaterial. Kurzfristig mag das die einzige Lösung sein, den Ländern, die noch keine Impfkampagne starten konnte, zu helfen. Langfristig geht es um die Aufhebung der Patente, wie Biden es vorgeschlagen hat. Lt. Dean Baker wäre es für den Staat viel billiger, den Wissenschaftlern 1 Millionen Dollar im Monat für den Fall zu zahlen, dass er ihre Ergebnisse im Netz veröffentlichen könnte, so dass jeder, der davon etwas versteht, diese nutzen kann. Das werden die G7-Staaten natürlich nicht beschließen. Jedoch sollte es in diese Richtung gehen. Wenigstens für einen Impfstoff. Der Blog glaubt zu wissen, dass niemand drei Versuche braucht, um zu erraten, wer dies blockieren würde.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.