Der Teufel trägt nicht nur Prada, sondern er kackt auch

auf den größten Haufen, was er so geschickt macht, dass nur Revolutionären wie Majakowski, die Kitsch und Rührseligkeit verabscheuten, dies sofort nach dem Ende der Fortsetzung, die an jene anknüpft, die vor 20 Jahren gedreht wurde, aufgefallen wäre. So wie die meisten Zuschauer war der Blog froh darüber, dass alles so glimpflich, ja harmonisch endete, schließlich sollte der Teufel sich samt seiner Bedientesten einer Rosskur, die ihm externe Berater verordnet hatten, unterziehen. Alle waren erleichtert, dass die vermieden werden konnte. Zum Glück konnte sich der Blog beim Schreiben an eine Szene aus einem Film der Olsenbande aus den 70 erinnern – weil Bier und Essen erst 12:01 statt um 12:00 Uhr geliefert wurden, haben Sicherheitsleute mit ihrer Kündigung im Wiederholungsfall gedroht. (Kein Wunder, dass der kalte Krieg verloren ging. Das konnte nicht einmal die DDR bieten.) Dann kam ihm auch gleich Majakowski in den Sinn, dessen „Geheimnis der Jugend“ im Unterricht besprochen wurde, ohne Kinski natürlich, der so spricht, als ob das Gedicht in der Zeit der vorletzten Jahrhundertwende geschrieben worden ist. Wenn der Blog schon nicht mitbekam, wo der Teufel hinmacht, hat ihn immerhin das ungute Gefühl beschlichen, aufgrund des einzigartigen Flairs, den die Modebranche ausstrahlt, könnte jemand auf die Idee gekommen, sie wegen des Geschehens in Mailand auf die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit zu setzen. Nach dem Durchstöbern der Bilder von der Met Gala muss der Blog feststellen, dass der Teufel woanders seine Notdurft verrichtet hat.
Wird Selenskyj es wagen, am Sonnabend jene, die sich auf dem Roten Platz versammeln, mit Drohnen zu beschießen? Die Situation erinnert ein bisschen an 1941, als die Deutschen vor Moskau standen. Stalin hat, wenn der Blog sich richtig erinnert, die Stadt nicht räumen lassen. In einem gewissen Sinne ist die Situation nun noch viel gefährlicher. Jedenfalls für jene, die an der Demonstration teilnehmen wollen. Man darf gespannt sein, wie viele es sein werden. Lt. den Berichten der hiesigen Medien liegt die Vermutung nahe, dass Putin, der sich verstecken soll, fehlen könnte. Ist der Platz voll und der Chef anwesend, hat Selenskyj ein Problem. Trotzdem werden die Ukrainer versuchen, die Veranstaltung zu verhindern. In Kiew ist man angesichts erfolgreicher Drohnenangriffe wieder obenauf. Die Frage ist nur, wie lange noch. Zielreduzierung heißt das Schlagwort. Für die Ölhäfen in der Ostsee scheint das zu klappen. Auch wegen der Finnen, die vor dem Eintreffen ukrainischer Drohnen Jäger haben starten lassen, um Querschläger, die bei ihnen landen, abfangen zu können. (Die Balten scheinen die Drohnen zu überhören. Nur aus Narwa, wo viele russisch sprechende Esten leben, werden sie wahrgenommen). Es sieht ganz danach aus, als ob sich der Krieg ab nächster Woche verschärfen würde. Drohnen alleine reichen dann wohl nicht mehr aus.

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