Werden die „S!sters“ zu Messiasinnen?

„S!sters“, die das Potential haben, zu „Messiasinnen“ zu werden, denn dank der deutschen Fernsehzuschauer, die gestern die „S!sters“ auserkoren, sie beim „Grand Prix“ zu vertreten, ist ihr Einzug ins „Heilige Land“ (Grundvoraussetzung für alle, die sich vorgenommen haben, „Messias/innen“ zu werden) sicher – bis heute früh wäre mir nie eingefallen, dass so etwas möglich sein könnte. Da die „S!sters“ es schafften, schon nach den ersten Zeilen meine überheblich-zweifelnde Neugier wegzusingen, die sich immer einstellt, wenn ich mich daranmache, die Musik derer zu hören, die uns vertreten (eine Barriere, so mächtig wie die Chinesische Mauer), bin ich mir ziemlich sicher, dass die „S!sters“ vorne landen werden, ja sie mit ihren Lied „Sister“ (die Namen sind schon etwas irritierend, aber im Vergleich zur Geschichte Jesu hält sich das Wirrwarr noch in Grenzen) die Chance habe, eine Region zu versöhnen. Die „S!sters“, die nur Schwestern auf der Bühne sind, singen nämlich darüber, wie Mädchen, die dazu verdonnert sind, zusammen groß zu werden, miteinander umgehen – ziemlich haarig geht es da zu, was für jemanden, der ohne Geschwister aufwuchs, nur schwer verständlich ist. Bei aller Offenheit der „S!sters“ – an einem Klischee, das hierzulande Pluspunkte zu bringen scheint, im „Heiligen Land“ aber unbedingt vermieden werden sollte, kamen die beiden nicht vorbei; die jüngere Schwester ist blond. (Dagegen ließe sich natürlich einwenden, dass es für die Emanzipation unter den Frauen ganz gut wäre, wenn auch eine Blonde Messiasinne werden könnte.) Aber natürlich geht es im Lied nicht um Streit, sondern um Versöhnung, womit ich bei Israelis und Palästinensern wäre, die im Gegensatz zu den „S!stern“ sich noch nicht gegenseitig eingestanden haben, was der einer dem anderen angetan hat. Ohne die wird es kaum gelingen, beide dazu zu bringen, sich gegenseitig wertzuschätzen. Aber nun kommen die „S!sters“, die zeigen, wie es geht. Wenn der Verstand nicht mitmacht, müssen Gefühle ran. Das war bei Jesus nicht anders. Beide werden sich im „Heiligen Land“ gehörig ins Zeug legen. Da bin ich mir ganz sicher.

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