Thor kämpft jetzt auch für die Gleichberechtigung

Wenn Leser, die den Donnergott vergöttern, nun empört in ihren Bildschirm brüllen, Thor kämpfte schon immer für die Rechte der Frauen, dann bleibt dem Blog nur, auch die Misogynisten unter den Fans der Serie mit der Entschuldung, dass er vermutlich nicht alle Filme gesehen hat bzw. an jene, in denen er gewesen ist, sich nicht mehr erinnern kann, zu vergraulen, jedoch, als Zeichen der Versöhnung, hinterherschickt, dass ihm deren Erinnerungsvermögen imponiert. Zu seiner großen Überraschung gehört der Blog nichtsdestotrotz zu einer Zielgruppe, die Marvel im Auge hat – Kinogänger, die sich schwertun, den Plot des Films wiederzugeben, sobald sie den Kinosaal verlassen haben. Dieser Spezies, zu der sich auch der Blog zählt, bleibt nur, darauf zu bauen, dass die Leute sitzen bleiben, wenn es losgeht. Da im recht vollen Saal niemand aufgestanden ist, muss wohl die aktuelle Version gezeigt worden sein. Den Plot hat der Blog aber nicht nur in Erinnerung behalten, weil er heute darüber schreiben wollte. An einer Stelle hat er herzhaft und lange lachen müssen – ein sicheres Zeichen für ihn, den Film noch vor der Szene, die bei ihm einen Lachanfall auslöste, wiederzuerkennen, wenn er im Privatfernsehen läuft. Nun aber zu den Frauen, in der „Mighty Thor“, die, wenn der Film in Deutschland gedreht worden wäre, „Mighty Thorin“ hieße, eine besondere Rolle spielt. Der Name lässt vermuten, dass sie ihrem männlichen Partner ebenbürtig sein muss, was natürlich nicht ganz stimmt – da sie kein Gott ist, kann sie keinem Eigenschaften, die ihn für eine gewisse Zeit göttergleich machen, verleihen. Wer das nicht als Makel empfindet, den wird die Power, die „Mighty Thorin“ im Kampf zeigt, beeindrucken. Wahre Emanzipation sieht natürlich anders aus. Da das Ende des Films darauf hindeutet, dass eine Fortsetzung geplant ist, hat Marvel die Chance, hier nachzulegen. Vermutlich gibt es dann auch eine Göttin, die es mit dem chauvinistischen Supergott „Zuus“, ein Überbleibsel der Charlie Harper Ära, aufnehmen kann. Unser Held kann sich immerhin noch daran, dass er mal in „Mighty“ verliebt war, was man über Charlie nicht immer behaupten kann. Und auch so achtet er „Mighty“. Nur an seinem „Hammerkomplex“ muss er noch arbeiten (eine feministische Drehbruchschreiberin hätte ihm den schon längst ausgetrieben). Der Blog sitzt, wenn die Fortsetzung kommt, sicherlich auch wieder im Kino.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.