Sofortiger EU-Beitritt bei Frieden

Wer auf Boris hört, dem bleibt nach geraumer Zeit nichts anderes übrig, als sich einzugestehen, auf einen Scharlatan reingefallen zu sein – viele jener, die für den Brexit stimmten, haben einräumen müssen, dass dies der größte Fehler ihres Lebens war. Natürlich gibt es Ausnahmen. Dass zu denen Selelenskyj, der am tiefsten von allen, die Johnson folgten, ins Klo gegriffen hat, gehört, ist diese Woche mehr als offensichtlich geworden – obwohl ihm angesichts der hohen Verluste, die seine Armee zu beklagen hat, klar sein musste, dass ein besserer Frieden als der schlechte, den ihm Johnson im Frühjahr ausredete, in weite Ferne gerückt ist, forderte er vehement neue Waffen, und das in bester Hollywoodmanier, wie sein Auftritt vor den englischen Parlamentariern zeigte. Selbst der begnadete Selbstdarsteller Boris, der diesmal nicht die Farce inszenierte, sondern sie beklatschte, hätte das nicht so gut hinbekommen. Nun müssen westliche Jets her, die nur effektiv eingesetzt werden können, wenn sie außerhalb der Ukraine starten und landen, womit das Land, das dies duldete, zur Kriegspartei würde. Würden sie in der Ukraine stationiert, änderte sich nichts – jeder Flug wäre weiterhin ein Himmelfahrtskommando. Gegen so viel Sturheit weiß der Blog nur eine Lösung – den sofortigen EU-Beitritt der Ukraine, natürlich nur bei einem Friedensschluss mit Russland, selbst wenn das Land den Süden abtreten müsste. Das ist allemal besser, als weiter Krieg zu führen. Keiner müsste mehr sterben. Den Donbass, der die meisten Schäden aufzuweisen hat, müssten die Russen wieder herrichten, womit sich das Argument, ein EU-Beitritt würde wahnsinnig viel Geld kosten, fast erledigt hätte. Billiger wird es nicht – einen Tag nach Musks Entscheidung, den Ukrainern nicht mehr zu erlauben, deren Drohnen mittels Starlink zu steuern, haben die Russen es geschafft, eine Wasserdrohne unter einer Brücke, über die Versorgungszüge aus Rumänien nach Odessa rollen, zu platzieren (fast ist es so, als habe er die Seiten gewechselt). Gerade einmal 5 Monaten hätten die Russen gebraucht, um zu den Amerikanern, deren unbemannten Unterwasserfahrzeuge angeblich die Teilsprengung der Brücke zur Krim ermöglicht haben sollen, aufzuschließen (und die ist auch noch wesentlich schmaler als jene der Russen). An der Front läuft es dank Selenskyjs Taktik, es den Deutschen, die im 2.Weltkrieg jeden Winkel erbarmungslos verteidigten, gleichzutun, denkbar schlecht – die immensen Ausfallquoten (Tote und Verwundete) machen die Situation nur noch schlimmer. Das gilt speziell für Selenskyj, der sich, auch bzw. vor allem wegen des Kults, den der Westen um ihn macht, als Drachentöter sieht (Putin sei ein Drache, der immer fressen müsse; Spiegel). Der Blog sieht das natürlich wesentlich nüchterner – er hält es für nicht ausgeschlossen, dass Selenskyj so wie der Duce, den man kopfüber in Mailand ausgestellt hat, enden könnte. Für die hiesigen Politiker, von denen manche schon die Klebeaktionen der Klimakämpfer als Revolution ansehen, wäre das eine Katastrophe. Um das auszuschließen, hilft nur, beharrlich mit dem sofortigen EU-Beitritt zu winken. Natürlich nur bei einem Frieden.

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