Minensuchboote sind nicht so sexy wie Panzer

Direktlieferung statt Ringtausch, das fordert Frau Strack-Zimmermann wohl nicht ganz uneigennützig, denn wegen des Eifers, mit dem sie seit Monaten schwere Waffen für die Ukraine fordert, hat der Blog sie immer verdächtigt, dass sie selbst in einer unserer Raubkatzen, von denen wir uns so ungern trennen, gegen die Russen kämpfen wolle – da Putin diesen Krieg nicht gewinnen dürfe, bietet ihr sich bald die Chance, als blinder Passagier in einem „Gepard“ in die Ukraine zu reisen, wo sie, das ist sich der Blog sicher, schnell von der Panzerfrau zur Kommandeurin aufsteigen wird. Ein Segen, dass der Panzerbau seit Ende des 2. Weltkriegs, als noch vier Soldaten drin saßen, rasante Fortschritte gemacht hat – heute werden nur noch drei gebraucht, mit ihr an Bord sind es aber immer noch zwei zu viel. Gestern, als der Getreidedeal, über dessen Zustandekommen man seit Wochen diskutierte, unter Dach und Fach gebracht wurde, hat sie einer Zeitung diese seltsame Forderung kundgetan – wäre das nicht der Zeitpunkt gewesen, die Regierung, an der ihre Partei beteiligt ist, zu bitten, der Ukraine Minensuchboote, die sie nicht hat (lt. Wiki zwei uralte), um die (angeblich dilettantisch) verminten Häfen zu räumen, anzubieten? Die müssten die Flagge wechseln, um ins Schwarze Meer einlaufen zu können. Aber das wäre wohl das geringste Problem (bspw. als UN-Mission). Der Blog ist gespannt, wie lange es dauert, bis deutsche Politiker verkünden, beim Minensuchen helfen zu wollen. Um Minenabwehrdrohnen, über die die Marine verfügt, einsetzen zu können, bedarf es sich keiner Minensuchboote. Die kann man bestimmt auch von normalen Schiffen aus steuern. Reeder werden ihre Schiffe nur nach Odessa schicken, wenn sie die Gewissheit haben, dass es nahezu ausgeschlossen ist, auf eine Mine zu laufen. Diese Gewissheit kann die Ukraine ihnen nicht geben. Das können nur NATO-Staaten und die Russen garantieren. Letztgenannte würden sicherlich die ukrainischen Minen auch räumen – wegen des Klein-Kleins, das sie erwartet, wie der bald aufkommenden Forderung, Reedereien, die russische Getreide transportieren wollen, die Verschiffung ohne Folgen, sprich Sanktionen, erst zu ermöglichen, wenn Odessa gefahrlos angelaufen werden kann. Ob der Westen schon weiß, dass der schlaue Erdogan ihn mit ins Boot gehievt hat?

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