Hilft Kuba, den Krieg im Golf weiterzuführen?

Wenn gerade mal einer seinen Hut nimmt, weil er völlig zu recht meint, vom Iran sei keine Gefahr ausgegangen, darum der Angriff auch nicht gerechtfertigt wäre, sowie in der Tagesübersicht, in der wichtigsten Ereignisse aufgelistet werden, nicht die kleinste Meldung, die besagt, US-Parlamentarier haben den Präsidenten aufgefordert, den Krieg gegen den Iran zu beenden, zu finden ist, dann hat sich Canossa für Trump erst einmal erledigt – die Show kann also weitergehen, sprich Trump kann dafür sorgen, dass man in Berlin und anderswo zur Meinung gelangt, dass das doch unser Krieg ist. Leute, die täglich mit dem Auto unterwegs sind, sehen sich schon seit gut einer Woche im Krieg. Da man im Washington sicher nicht gewillt ist, sang- und klanglos die Segel zu streichen (trotz des Debakels, das man erlebt hat, sind die USA von den Golfstaaten aufgefordert worden, fortzufahren), könnten die Preise weiter noch oben gehen. In den Medien stand, die US könnten in Kharg-Island, Irans Ölinsel, landen. Sinn ist wohl, der Welt vorzuführen, wie bei der Abwehr die Revolutionsgarden ihre eigenen Anlagen zerschießen. Im Augenblick erlauben sie den Iranern noch, ihr Öl nach China und Indien zu verschiffen. Wegen der fehlenden Kritik an seinem Abenteuer hat Trump Zeit, zu überlegen, wie der Krieg weitergehen könnte. Die Staaten brauchen das Öl aus dem Golf nicht. Um bei der Wählerschaft zu punkten, würde es ihm helfen, wenn Kuba wieder amerikanisch wäre. Wegen des jüngsten Blackouts könnte es sogar eine Blitz-Heimholung werden. Russland und China scheinen das Land aufgegeben zu haben. Vor einigen Wochen hatte der Blog berichtet, die Russen würden einen Tanker schicken. Nun sieht es danach aus, als gäbe es in der Welt der BRICS keinen Platz für schwache Länder. Ein Investitionsprogramm, das der heimischen Industrie riesige Aufträge beschert, hat sein Schwiegersohn Kushner bestimmt schon ausgearbeitet. Kuba als Sonderwirtschaftszone, für die Öl und Gas bereitgestellt werden müsse. Das würde die Preise hierzulande weiter in die Höhe treiben. Für jene Länder, die ihr Öl verkaufen können, sind das im Augenblick goldene Zeiten. Im Westen wird Putin als der große Gewinner des Kriegs gesehen. Dessen Berater Trenin sieht das anders – wie vom Blog vermutet, wisse man seit den Attacken auf Venezuela, dass die USA anstrebten, wieder die uneingeschränkte Nummer 1 auf der Welt zu werden. Russland bliebe deshalb gar nichts anderes übrig, als den Krieg gegen die Ukraine zu gewinnen.

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