Helfen Russland und China den Mullahs aus?

Viel hat sich die Welt von Trump gefallen lassen, doch nun hat es den Anschein, als ob in allerletzter Minute, aus praktischer Sicht also 5 nach 12, sich beide Länder entschlossen haben, den Mullahs mit den neuesten Waffen, die ihnen zur Verfügung stehen, auszuhelfen. Die Russen sollen S-57 geliefert haben; die Chinesen schicken sich an, J-20 Jets, die sich im Krieg zwischen Pakistan und Indien bewährt haben, zu schicken. Die könnten sogar von Russen und Chinesen geflogen werden. Angesichts dieser spektakulären Unterstützung ist es legitim, anzunehmen, dass Trump sein Blatt überreizt haben könnte. Dabei war alles so gut geplant. Vielleicht zu gut – denn den Gegenspielern der Mullahs, den Scheichs am gegenüberliegenden Ufer des Persischen Golfs, dürfte schnell klar geworden sein, dass Maduro nur „geraubt“ wurde, um in einem Kriegsfall mit dem Iran die Versorgungssicherheit der USA und Israelis (ein Tanker soll dahin schon unterwegs sein) zu gewährleisten. Sollte der Iran seine Drohung, dann die Straße von Hormus zu sperren, wahrmachen, würde das in erster Linie seinen Verbündeten China schaden. Dank Trump sind die USA nun autark. Clever ist auch, die Israelis aus der Sache herauszuhalten. Die werden sich nicht an einem Angriff beteiligen. Die Aufgabe Netanjahus ist es, das Opfer zu spielen. Das sind sie, sobald die erste Rakete bei ihnen landet. In Washington weiß man, dass eine Beteiligung Israels für die Mullahs ein Geschenk, das sie mit Kusshand entgegennehmen würden, wäre. Ohne sie wird es für den Iran viel schwerer, sich erfolgreich zu Wehr zu setzen. Die Angriffsziele sind begrenzt und mit Luftabwehrraketen gesichert. Schwer, da durchzukommen. Während die Scheichs bei früheren Konflikten zusehen konnten, wie Raketen über ihre Köpfe fliegen, müssen sie nun fürchten, selbst angegriffen zu werden. Da könnten ihnen die Russen und Chinesen gerade recht kommen. Deren Unterstützung oder gar Anwesenheit garantiert, dass alles so bleibt, wie es ist. Nur der Friedensnobelpreisträger in spe hat Bock auf einen Krieg; außer ihm niemand sonst. Wie sehr sich die Kräfte verschoben haben, zeigt die Auslieferung des Drahtziehers des Attentats auf einen russischen Generals in Moskau. Das war bis letzten Sonnabend völlig undenkbar. Dem selbsternannten Schulrowdy würde eine Abreibung ganz gut tun, auch wenn der Schulhof, auf dem er stattfindet, nicht seiner ist.

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