Heizungsgesetz – bereits obsolet, bevor in Kraft?

Hätten die Grünen das Verkehrsministerium gewählt, wären in die Berechnung, die besagt, bis 2030 werden 24 Gigatonnen CO2 zu viel ausgestoßen, um das Ziel, die Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, zu erreichen, Pi mal Daumen 80 Millionen Tonnen (8 Jahre x 10) nicht eingegangen – verschwindet gering, jedoch ausreichend genug, die Kleber davon zu überzeugen, die wieder Straßen freizugeben. So einfach wollten sich Habeck und Co. es sich und uns jedoch nicht machen – es musste unbedingt das Wirtschaftsministerium sein. Und mit den Einfuhrstopps aus Russland kam die große Chance, den unzähligen Warmduschern, die sich minutenlang mit heißem Wasser berieseln lassen, den Krieg zu erklären. Natürlich nicht mit Waffen, sondern mit einem Gesetz, und zwar dem Heizungsgesetz, das eigentlich Wärmepumpengesetz heißen müsste. Gestern brachte es Habeck durch den Bundestag. Bis 2030 sollen dank der neuen Verordnung circa 45 Millionen Tonnen eingespart werden. Das eigentlich Aufregende am Heizungsgesetz ist jedoch, ob die Wärmepumpen, die bald überall herumstehen bzw. auf die Fußgänger herabblicken werden, den Charakter der Städte verändern. Vielleicht sorgen sie ja für ein südländisches Lebensgefühl. Angesichts steigender Temperaturen stellt sich zudem die Frage, ob das Gesetz nicht schon veraltet ist – die Vorhersagen sind so schlimm, dass Wärmepumpen nicht nur Wärme, sondern auch Kälte erzeugen sollten. Da Eis schlecht durch Rohre fließt und kaltes Wasser nicht viel zur Abkühlung beiträgt, müsste die Kaltluft in die Räume geblasen werden. Der Blog glaubt nicht, dass der Gesetzgeber das fordert. Er kann sich auch nicht vorstellen, wie das in einem Mehrfamilienhaus ohne großen Aufwand funktionieren soll. Da lt. Guardian auch hierzulande einmal im Jahr die Temperatur und Luftfeuchtigkeit so hoch sein könnten, dass es unmöglich ist, die Hitzewelle lebend zu überstehen, müsste hier wohl noch nachgebessert werden (oft wird daraus ein Verschlimmbessern). Schade, dass im Heizungsgesetz der Nachtspeicherofen außen vor bleibt. Das wäre eine gute Alternative zur Pumpe und der Fernwärme. Wären noch die KKWs, die Merkel hat abschalten lassen, in Betrieb, könnte man nachts billigen Strom tanken. Die Öfen eignen sich auch dafür, Energie, die die Windräder in dieser Zeit erzeugen (und oft nicht loswerden), abzunehmen. Womit der Blog bei der Energieversorgung wäre – was nutzt das Heizungsgesetz, wenn die Stromerzeugung hinterherhinkt?

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