Handschuhe machen Bernie zu einer Meme

Wenn früher schon nicht alle besser war, dann wusste man zu mindestens, woran man war, auch wenn manche Botschaft recht subtil daherkam, wie eben der Satz „Pittiplatsch war bei der Stasi“ links oben am Eingang zum Tunnel Richtung Stadt gleich nach dem Bahnhof. Keine Reinigungsfirma hat sich getraut, ihn abzustrahlen. Vermutlich hätte die Stadt eine schwäbische Hausfrau anheuern müssen, um ihn wegzubekommen. Aber die war ihr dann wohl doch zu teuer. Ob das schon ein erster Meme gewesen sein könnte, kann der Blog nicht einschätzen. Mit Sicherheit ist er ein Bonmot. Mit denen ist heutzutage nicht mehr viel Staat zu machen. Vielmehr dreht sich alles um das Meme, wie der Blog gestern erfahren hat. Das sind kleine Medieninhalte – lt. Wiki oft ein Bild mit einer witzigen Bemerkung. Dass es auch ohne Worte geht, beweist Bernie, der wegen seines außergewöhnlichen Anputzes bei Bidens Vereidigung nun auf Fotos neben Leuten, die sogar weitaus berühmter als Joe sind, zu finden ist. Er passt, von Hitler und Mussolini mal abgesehen, ja eigentlich auch zu jedem. Da der Blog keine Ahnung hat, wie Facebook und Co. funktionieren, kann er nur vermuten, dass die Nutzer die Bilder mit Bernie auf ihre Seiten stellen. Grenzen gibt es keine, Bernie kann überall auftauchen, wie ColonelCassad zeigt. Der Standard hat schon einen Artikel darüber geschrieben. Da es heißt, es sei besser, in den Schlagzeilen zu sein, als überhaupt nicht erwähnt zu werden, sollte sich Sanders nicht allzu viel Gedanken über den Super-Meme machen. Dank seiner Handschuhe kann er für sich Anspruch nehmen, ein Mann des Volkes zu sein. Der einzige, der dort vertreten war. Hat dieser Mene eine Botschaft? Während der Standard sich um die Antwort drückt, glaubt der Blog die Message zu wissen – man hat den falschen Mann zum Präsidenten gemacht. Oder macht man sich über Bernie lustig? Oder beides? Da das Meme hierauf keine klare Antwort gibt, ist es besser, das Thema zu wechseln und sich mit Biden zu beschäftigen, der sich besser als erwartet schlägt. Angesichts der vielen Maßnahmen, der er ergreift, hält der Blog es sogar realistisch, dass Joe sein Ziel, 100 Millionen Impfungen in 100 Tagen ausführen zu lassen, erreicht. Joe scheint, was die 100 Tage Frist angeht, neue Maßstäbe setzen wollen. Die Zeit des Einarbeitens war einmal. Nach ihm wird es Usus sein, richtig loszulegen.

PS: Das Paradies der Werktätigen ist zum Impfparadies mutiert – in Russland wird man gefragt, ob es einem etwas ausmachen würde, eher zum Impfen zu kommen. Das alleine ist schon außergewöhnlich. Der Betreffende hat noch das Glück, nicht das Impfhaus wechseln zu müssen. Paradiesische Impfzustände. In der hiesigen Presse ist zu lesen, dass manche Rentner zur zweiten Impfung lange Anreisen in Kauf nehmen müssen (Pech, wenn an diesem Tag die 15km Regel gilt).

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