Endet die hiesige Einbahnstraße in einer Sackgasse?

Hat die Kanzlerin, der nachgesagt wird, sie weiß alles im Voraus, mit ihrer Ankündigung, bis zum 21.09. könnten alle, die wollen, geimpft sein, ihrem Nachfolger (der Blog glaubt zu wissen, dass nach der nicht enden wollenden Zeit des Matriarchats sich viele nach einem Mann an der Spitze des Landes sehnen) einen Denkzettel verpassen wollen? Ab dem 21.06., dem Tag der Befreiung vom Virus, wissen wir mehr, denn dann könnte für die Briten aus der „Einbahnstraße zur Freiheit“ eine Einbahnstraße aus dem Land werden. Der Run auf die Flugtickets lässt das vermuten. Sollte sich das bewahrheiten und die Kanzlerin ihr Versprechen halten, dürfte Deutschland im September leer sein. Wer denkt schon ans Wählen, wenn er endlich raus kann? Wer hat schon Zeit, per Brief über die Kanzlerschaft zu entscheiden? Wohl die wenigsten. Der Wahlkampf wird zur Nebensache, die den Makel hat, nicht die schönste der Welt zu sein, so dass sich das Interesse in Grenzen halten dürfte. Man braucht nur zu schauen, wer hier blieben wird, um vorherzusagen, wer die Wahl gewinnen wird – es läuft alles auf einen Sieg für die Union hinaus, wegen der Rentner eben. Das ist natürlich ungerecht, denn ausgerechnet die Partei, deren Geiz ist geil Haltung dafür verantwortlich ist, dass wir nicht zusammen mit den Briten feiern dürfen, könnte von Wahltermin profitieren, zumal vieles dafür spricht, dass sich das Impfen bis in den Spätsommer hinziehen wird, denn AstraZeneca kann auch im 2. Quartal nicht die Menge, die vereinbart wurde, liefern. Da viele Impfberechtigte den Stoff abwählen sowie Zahl derer, die sich nicht impfen lassen wollen (in Polen sollen es 33 % sein), steigt, sollte es Astra nicht schwerfallen, Kritik an deren Lieferverhalten entkräften. Das würde ganz anders aussehen, wenn die Politiker sich entschließen würden, den Stoff für alle freizugeben. Im Nu wären die Vorräte verimpft. Und Astra wäre gezwungen, so schnell wie möglich zu liefern. Statt entschlossen zu handeln haben unsere Politiker das Land mit ihrer Diskussion über die 35er und 50er Marken auf eine Einbahnstraße, die als Sackgasse endet, geführt.

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