Eliteeinheiten – ausgerechnet die Wagners?

Schön, wenn man Eliteeinheiten neben sich hat, wie deutsche Landser, die an der Ostfront kämpfen mussten, zu berichten wussten – lag neben ihnen die Waffen-SS, konnten sie sich einigermaßen sicher sein, dass die ihrer Frontabschnitte halten würden. Nichts war schlimmer, als mir nichts, dir nichts in einem Kessel zu sitzen, weil ein paar Kilometer weiter die Front zusammengebrochen war. Saß man einmal in der Falle, gab es kein Entkommen mehr. Stalins Sowjetunion hatte „nur“ die Rote Armee, in der Verbände, die sich im Kampf bewährten, zu Gardeeinheiten erklärt wurden. Unter Putin ist das natürlich anders – da gibt es u. a. die Wagners, deren Chef Prigoschin bestimmte nichts dagegen hätte, wenn man sie zu den Eliteeinheiten zählen würde. Immerhin haben die „Musicians“ dreiviertel Bakhmuts erobert. Heute sind noch einige Quadratmeter hinzugekommen. Und vermutlich dafür gesorgt, dass die Ukrainer im Nordwesten der Stadt nur 2 km vorangekommen sind. Angeblich hätten regulären Verbände beim ersten leichten Beschuss die Anhöhe, von der sich die gesamte Stadt beobachten lässt, fluchtartig die Stellungen verlassen. Einen Monat hat Wagner gebraucht, auf den Hügel zu gelangen. Da niemand so recht weiß, warum die Einheiten, die dort stationiert waren, nicht gekämpft haben, darf nun kräftig über die Gründe des Rückzugs spekuliert werden – liegt es an der Moral der Truppen oder hat man sich auf eine Position, die leichter zu verteidigen ist, zurückgezogen? Will man die Ukraine darin bestätigen, weiterhin Truppen in die Stadt zu schicken? Oder haben die Russen einen Köder gelegt, der die Führung der UAF animieren soll, nun endlich mit der Offensive zu beginnen? Auf der Karte sind es so aus, als ob sie nun in Gefahr sind, eingekreist zu werden. Gestern hieß es noch, Wagner sei bedroht. Dank Selenskyjs Obsession, unbedingt Gebiete zurückerobern zu wollen, sind die Russen in der bequemen Situation, nicht selbst die Initiative ergreifen zu müssen. War der Rückzug geplant, kann man den Dingen, die kommen, beruhigt entgegensehen. Ansonsten bliebe Putin nur übrig, dafür zu beten, dass Prigoschin, ohne dessen Eliteeinheiten der Widerstand wohl zusammenbrechen würde, nichts passiert. Schalten den die Ukrainer aus, hat er ein Problem. Zu allem Überfluss haben die Ukrainer heute auch ihr erste „glide bomb“, von den die Russen 20 am Tag niederprasseln lassen, ins Ziel gebracht – nicht per Flugzeug, sondern mithilfe der HIMARS. Ein Industriebetrieb in Lugansk war das Ziel. Einen besseren Tag, sich im Vatikan vorzustellen, hätte sich Selenskyj nicht aussuchen können. Hoffentlich lässt der Heilige Vater sich nicht blenden (so wie Gauck, der ihn für einen Engel hält).

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