Ein oder zwei – das ist hier die Frage!

Hat George Clooney Amal Alamuddin nur geheiratet, um mit ihrer Hilfe die Parthenon Marbles, die Elgin vor mehr als 200 Jahre auf der Akropolis halb legal ausgraben ließ, wieder nach Athen – selbst die Briten, die, wie die Kampf um Schottland gezeigt hat, sich nicht so schnell von etwas Altem trennen, meinen, sie gehören unbedingt da wieder hin – zurückzubringen? Der angeblich so wilde Osten – auch diese Kolumne kam nicht umhin, darüber zu berichten – hat aus ihm einen völlig neuen Menschen gemacht – seit seinem Aufenthalt hier widmet er sich ganz und gar der Kunst. Sollte es beiden gelingen, das Britische Museum zu bewegen, den Kunstschatz herauszurücken, würde ich anstelle Gauck das Ehepaar Clooney für den Friedensnobelpreis vorschlagen, was mir mit Sicherheit einigen Ärger einbringen würde, da seine Frau sich entschlossen hat, an ihren Namen noch einen Clooney anzuhängen. (Fürs Guiness-Buch (Rubrik längster Doppelname unter den Nachnamen, wenn es die gibt) würde es aber nicht reichen. Da gibt es bestimmt viel längere (schon der berühmte Müller-Lüdenscheidt hat einen Buchstaben mehr aufzuweisen). Stutzig macht mich jedoch, dass ich erst der zweite bin, der sich dafür interessiert, wer den längsten Nachnamen vorzuweisen hat. Jemand aus Freiburg hat schon einmal nach dem Träger des längsten Doppelnamens der Stadt gesucht. Vergeblich. Das Thema scheint niemanden zu interessieren. Umso leichter schreibt es sich darüber.)

Das ist die Crux mit dem Doppelnamen – statt eines Ehepaars hätte ich es mit Eheleuten zu tun, ich darum die Eheleute Clooney und Alamuddin-Clooney für den Nobelpreis vorschlagen muss. Das ist natürlich ein ungeheurer Schreibaufwand, auch weil das Ehepaar im Sinne der Anrede keine richtige Familie ist – folgt der besagter Doppelname, fühlt sich Clooney beleidigt, lasse ich Alamuddan weg, werde ich ihr nicht gerecht. Wer trotzdem auf die Familie nicht verzichten will, sollte, so mein Gefühl, zwei Namen wählen. Ich weiß nicht, ob sich jemand schon einmal die Mühe gemacht, auszurechnen, wie viel Geld eingespart werden könnte, wenn es keine Doppelnamen mehr gäbe. Es würden weniger Druckpatronen verbraucht. Unsere E-Mails würden leichter und damit umweltverträglicher. Papier würde man auch sparen. Da Kleinvieh auch Mist macht, würde ein stolzer Betrag zusammenkommen.

Was machen die Kubaner, wenn jemand von deren Personal, das in Afrika gegen Ebola kämpft, sich infizieren solltet? Die haben mit Sicherheit viel weniger Flugzeuge als die Bundeswehr, die im Augenblick fieberhaft daran arbeitet, wenigstens eine Maschine, mit der Infizierte ausgeflogen werden können, herzurichten. 165 Kubaner sind bereits im Einsatz. 461 sollen es werden. Ob sich bereits jemand von ihnen angesteckt hat, ist nicht bekannt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Kuba über Hightech-Isolierstationen, wie sie die USA und Deutschland haben, verfügt. Das hat sie nicht davon abgehalten, am stärksten in den betroffenen Gebieten vertreten zu sein. Selbst Zuckerbergs 25 Millionen Spende wird sie vom 1.Platz nicht verdrängen. Die westliche Hilfe, so mein Eindruck, beschränkt sich in erster Linie darauf, zu testen, ob die Krankenhäuser in der Lage sind, infizierte zu behandeln. Mit Hilfe hat das nicht viel zu tun. Eher damit, für den Ernstfall vorbereitet zu sein.

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