Ein Löwe mit 1000 Leben

Löwe ist nicht gleich Löwe – da gibt es zum einen „Elsa“, an die sich der Blog noch recht gut erinnert, hat die Serie, weil sie immer nachmittags am Sonntag ausgestrahlt wurde, doch als „Dallas“ für Kinder gegolten. Vermutlich hat der Blog es Elsa zu verdanken, dass er „Dallas“ nie hat etwas abgewinnen können. Und dann fällt ihm natürlich „Clarence“ ein, über den der Blog noch weiß, dass er schielt, ansonsten aber ein recht angenehmer Zeitgenosse ist, mit dem man viel Spaß haben kann, sofern man kein Lehrer ist. Seit gestern kennt er „Beast“, bei dem die Filmproduzenten mit der Tradition, Löwen einen Vornamen zu geben, bedauerlicherweise gebrochen haben, so dass dem Blog nichts anderes übrig, als ihn „Wladimir“ zu nennen, das aber nur wegen des Zeitgeschmacks, denn „Wolodymyr“ würde besser zum ihm passen. Zornig darüber, dass er sein Rudel nicht vor Wilderen schützen konnte, killt „Wladimir“ alle Menschen, egal, ob groß oder klein, in seinem Revier, sehr zum Pech Elbas, der just in der Zeit seinen zwei (oft nervigen) Töchtern den Ort, wo ihre Mutter, die an Krebs verstorben ist, aufwuchs, zeigen will. Hätte er gewusst, dass die Fahrt, die auch als Versöhnungstrip mit den Kindern gedacht war, dann doch aufregender als gedacht wird, wäre er sicherlich in N.Y. geblieben. Dem kann der Blog trotz des tollen Duells, dass sich er und „Wladimir“ sich liefern, nur zustimmen – der Film ist eine verpasste Chance, denn statt eines Löwen, der sich als „Weißer Hai“ in der Savanne entpuppt, hätte aus „Wladimir“ auch ein „Moby Dick“ werden können. Ein Löwe, der ausschließlich seine Peiniger jagt – mehr Melville geht wirklich nicht, und genau das passende Szenario in einer Zeit, in der immer mehr Menschen klar wird, dass sich der Raubbau an der Natur für sie nachteilig auswirkt. Schade, dass der Drehbuchautor nicht auf die Idee gekommen ist. Ein Gruppe von Wilderen, von denen „Wladimir“ nur einen entkommen lässt (der Blog würde den Koch oder einen Jungen, der nicht fürs Jagen angeheuert wurde, überleben lassen). Das wäre großes Kino.

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