Der Held des Banalen tritt ab, und

wer darauf hofft, daran könne sich in den nächsten Stunden noch etwas ändern, wird bitter enttäuscht werden – Donald würde nie etwas tun, was ihn in Gefahr bringen könnte. Seine Strategie ist es, mit banalen Handlungen und Taten ein Held zu werden. Angesichts der harschen Kritik, die ihm wegen seines Verhaltens, Biden nicht als Wahlsieger anzuerkennen, entgegenschlägt, ist er praktisch durch Nichtstun zu einem geworden. Vermutlich war es noch nie so einfach, ein Held zu werden – man braucht nur in die Kameras zu sagen, das Ergebnis sei manipuliert worden; in Wirklichkeit habe man die Wahl gewonnen; der Sieg Bidens beruhe auf einen großangelegten Wahlbetrag; eine infamere Verschwörung habe die Welt nie gesehen usw.. Wer in einer Position, in der man es sich leisten kann, nicht das zu tun, was von einem erwartet wird, hartnäckig bei seiner Meinung, sei sie noch so unsinnig, bleibt, wird schnell zu einer außergewöhnlichen oder, wie bei ihm, gefährlichen Person verklärt. Das lockt Nachahmer an, auch wenn man nur als Robin Hood für alle jene, die partout nicht sehen wollen, gilt. Oder als einer, der nur Ressentiments schürt und anderen das Tun überlässt. Politisch tot ist man dadurch noch lange nicht. Der Bruch mit dem Establishment wäre vollzogen, wenn Trump Assange und/oder Snowden begnadigen würde. Dann würde er als Held gelten. Wer die Festnahme Nawalnys nutzt, um Biden zuvorzukommen, der hat nicht den Mut, die oben angesprochenen auf freien Fuß zu setzen. Es geht um die Erdgasleitung durch die Ostsee, die nicht in Betrieb gehen darf, koste es, was es wolle. Dabei ist es nicht so, dass Nawalny völlig grundlos 30 Tage ins Gefängnis muss – er hat einen Bewährungstermin nicht wahrgenommen. Alles ist ziemlich weit daher geholt und recht unfair (die Anwältin hat 1 Minute vor Beginn der Anhörung die Dokumente erhalten). Aber das ist noch lange kein Grund, Sanktionen zu verhängen. Zumal man damit dem Russen keinen Gefallen tut. Sollte die Leitung tatsächlich nicht fertig, werden sie ihn zum Sündenbock machen. Er wäre gut beraten, wenn er sich verbeten würde, seine Festnahme zum Anlass zu nehmen, Strafen gegen am Bau beteiligte Firmen zu verhängen. Der Blog würde sich nicht wundern, wenn die Russen nun alles ohne die Hilfe ausländischer Firmen herstellen müssten. Das würde einige Zeit dauern. Mehr als 6 Jahre haben sie gebraucht, um eine eigene Gasturbine für ihre Kriegsschiffe zu entwickeln. Ukrainische Motoren sind bald Geschichte. Die Ukraine wird nicht mehr gebraucht. Nur deren Menschen sind wichtig.

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