Carbon Footprint – wann wird er endlich gewürdigt?

Dass man vom Carbon Footprint nicht leben kann, zeigt sich jetzt wieder in Kuba – die 2,25 t CO2, die ein Kubaner produziert, entsprechen immerhin schon dem Gewicht eines heranwachsenden Elefanten, im Gegensatz aber zu uns, die locker gleich die Tonnage mehrerer ausgewachsener in die Luft blasen, ist das ein Spitzenwert, der zudem unter den 3 t, die unser Planet locker verkraften kann, liegt. Dank einer deutschen Ökonomin besteht Hoffnung, dass der Carbon Footprint doch noch die Bedeutung erhält, die er verdient – die NachDenkSeiten mögen gute Gründe haben, sich über den Vorschlag Frau Szechs, Personen, die sich impfen lässt, 500 € in die Hand zu drücken, aufzuregen. Das wäre natürlich reine Geldverschwendung. Aber wenn im Herbst die Impfquote weit verfehlt werden sollte, wäre das ein Anreiz, die Impfunwilligen doch noch davon zu überzeugen, sich den Stoff reinzuziehen. Die Ausgaben würden die Kosten, die wegen der Verweigerer anfielen, bei weitem unterschreiten. Wenn ein materieller Ausgleich fürs Impfen angedacht und als moralisch vertretbar eingeschätzt wird (was natürlich nicht der Fall ist, denn u. U. werden Verantwortungslosigkeit und Gleichgültigkeit honoriert), dann sollte auch erwogen werden, jene zu belohnen, deren Carbon Footprint im Vergleich zu unserem winzig ist. Womit der Blog wieder bei Cuba wäre, das wegen fehlender Touristen und wegen des Unvermögens der Regierung, sich das eine oder andere vom großen Bruder China abzukupfern, schweren Zeiten entgegenzugehen scheint. Vom Klima her hätte das Land die besten Voraussetzungen, sich selbst zu versorgen. Aber irgendwie bekommt das Land es nicht hin. Was passiert, wenn die Welt bzw. jene Länder, die im Begriff sind, die Erde unbewohnbar zu machen, jedem Kubaner einen bestimmte Summe, mit der er tun und lassen kann, was er will, zukommen lassen? Er hat zwei Möglichkeiten – entweder ahmt er dem Westen nach, so dass die Geldquelle bald versiegt. Oder er gibt das Geld aus, ohne seinen Footprint zu vergrößern, so dass weiterhin Devisen ins Land rollen (im Jargon der Grünen heißt das nachhaltig). Ein Experiment wäre es allemal wert – wer es schafft, einen eigenen Impfstoff zu entwickeln, der meistert auch diese Herausforderung. Dann müssten auch die Sanktionen aufgegeben werden – was nutzen die Dollar, wenn man sie nirgendwo ausgeben kann? Biden wird das sicherlich nicht so sehen. Er hat es bis jetzt nicht einmal fertiggebracht, die Sanktionen, die sein Vorgänger in Kraft gesetzt hat, aufzuheben.

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