Bei einem Kriegswinter bleibt es nicht

Mal wieder Krieg gegen die Russen, und während ein Landser, der vor 81 Jahren vor Smolensk stand, damit beschäftigt war, einen Panzerangriff der Roten Armee abzuwehren, im Glauben kämpfte, Weihnachten wieder bei seiner Familie zu sein, weil angesichts des schnellen Vormarschs die Bolschewiken dann geschlagen sein werden, war der Blog sich wegen des Satzes unseres Kanzlers, Putin dürfe den Krieg nicht gewinnen, sicher, dass der kommende Winter nicht der letzte Kriegswinter sein wird. Und da es nichts Schöneres gibt, als ihn seiner Meinung bestätigt zu werden, erlaubt sich der Blog, an dieser Stelle den scheidenden Boss Shells zu zitieren, der meint, Europa werde noch jahrelang unter Gasmangel leiden. Damit genug des Eigenlobes. Für einen weiteren Kriegswinter spricht, dass die Hilfe, die der Spiegel jetzt fordert, um Putin in Cherson zu schlagen, zu spät kommt – selbst Amazon würde es nicht schaffen, Selenskyjs Truppen das Material, das man braucht, um die Russen zu schlagen, zu liefern. Es sieht so aus, als würde die Offensive im Desaster enden – vorgestern ist der Versuch, dass Kernkraftwerk in Saporischschja zu nehmen, gescheitert. Ein totaler Reinfall (dagegen war die Landungsoperation der Alliierten in Dieppe ein voller Erfolg). Nun soll man es wieder versuchen. Wollen die Ukrainer das Kraftwerk, um von dort unbehelligt in den Süden schießen zu können. Oder braucht Selenskyj wieder einen spektakulären Erfolg, so wie bei der Schlangeninsel? Genau weiß das wohl niemand. Egal, die Russen werden sich darüber freuen, dass sie mit relativ geringen Aufwand Elitesoldaten außer Gefecht setzen konnten. Nördlich davon stecken viele Soldaten der AFU in einem Schlauch fest – es ist fast unmöglich, da wieder hinauszukommen. Hilfe soll unterwegs. Angesichts fehlender Erfolgsmeldungen von der Front braucht sich niemand zu wundern, dass die G7-Staaten planen, den Russen einen Ölpreisdeckel überzustülpen – vermutlich mit Erfolg, denn jede Firma, die zulässt, dass die Russen ihr Öl zu höheren Preise verkaufen, soll bestraft werden. Der Blog könnte sich vorstellen, dass sich ab Dezember kein Versicherer mehr finden wird, der Tanker, die russischen Öl geladen haben, absichert. Nur Länder wie China wären in der Lage, das Risiko einzugehen. Da der Blog eines Siegeswillen um jeden Preis ausgemacht hat, fällt es ihm nicht schwer, wenn ein Politiker oder Regierungsvertreter auf die Idee kommen würde, einem Versicherer, der das Kartell unterläuft, zu schaden, indem man es bspw. havarieren lässt.

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