Raketen-Kim gibt nie auf, darum lasst ihn machen

Hoch, aber nicht hoch genug, um Alaska zu erreichen, denn lt. Messungen der russischen Militärs erreichte die Rakete, die Nordkorea heute in den Weltraum geschickt hat, statt der amtlichen Höhe von 2800 Kilometern nur 510 – da anhand der Höhe, die Pjöngjang erreicht zu haben meint, die Reichweite errechnet wurde, ist es nicht verkehrt, zu vermuten, dass sie im Ernstfall hinter Japan mitten im Ozean niedergegangen wäre. Kim Jong-un wird das nicht abhalten, weitere Geschosse im Meer zu versenken. Da diese Test bekanntlich viel Geld, die das Land eigentlich nicht hat bzw. besser ausgegeben werden könnten, verschlingen, wäre es logisch, anzunehmen, Kim könnte der erste Regierungschef sein, der seinen Staat mit Raketentests in den Abgrund stürzt. Da wir Korruption und Bereicherung bereits zur Genüge kennen, wäre dies mal etwas Neues. Die These hat nur einen Haken – dank der Sanktionen wegen der Tests sind die Menschen derart isoliert, dass sie nicht wissen, wie die Welt um sie herum aussieht. Und da auch für Korea gilt, dass ohne Westfernsehen der Sturz des Regimes nicht möglich ist, kann sich Jong-un seiner Sache ziemlich sicher sein. Einzig die Russen scheren sich nicht um die Embargos – neulich erst wurde eine Fährverbindung von Wladiwostok nach Korea eingerichtet. Mit der sollen angesichts des Arbeitskräftemangels möglichst viele Koreaner, die in Sibirien arbeiten wollen (trotz der horrenden Abzüge, die der Staat einkassiert, ist das immer noch besser, als in der Heimat zu bleiben), kommen. Kims Raketenprogramm kann Putin ziemlich egal sein – er weiß aus eigener Erfahrung, dass dessen Tag gezählt sind, sobald Korea sich öffnet. Selbst mit Raketen, die aufgrund Kims Schwäche, sich nicht entscheiden zu können, wo sie einschlagen sollen, so konstruiert sind, dass sie einmal einmal um die Erde fliegen können, was ihm mehr Zeit zum Überlegen gibt, ließe sich ein Sturz nicht verhindern. Kim kann die Isolation, die der Westen ihm auferlegt hat, darum nur recht sein. Japan hat es 220 Jahre geschafft, sich von der Außenwelt abzukapseln. Erst Mitte des 18. Jahrhunderts, als die Amerikaner in Land der untergehenden Sonne einen lukrativen Absatzmarkt sahen, musste sich das Land öffnen. Tröstlich ist da nur, dass Kim nicht so alt wird. Aber bei den Koreanern weiß man nie – vielleicht schaffen sie neben einer Superrakete noch einen Menschen, der ewig lebt bzw. 200 Jahre alt wird. Wenn nicht Kim werden dessen Kinder eben so alt. Dort bleibt ja eh alles in der Familie.

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